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Die Geschichte des MAD

Der MAD ging aus einer im früheren “Amt Blank“ – dem Vorläufer des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) – unterhaltenen Verbindungsstelle zwischen den Alliierten und der Bundesregierung hervor.

Die Anfänge

Mit Wirkung vom 30. Januar 1956 wurde im BMVg die Unterabteilung "Innere Sicherheit der Streitkräfte" (Unterabteilung IV J -Sicherheit-) gebildet. Dieses Datum kann als das offizielle Geburtsdatum des MAD angesehen werden. Mit Tagesbefehl vom 3. Oktober 1957 entstand das "Amt für Sicherheit der Bundeswehr" (ASBw). Dem neu geschaffenen Amt waren die aus den Wehrbereichskommandos ausgegliederten MAD-Gruppen I - VI nachgeordnet. Der Auftrag des ASBw war es, einen wirkungsvollen Beitrag zur Erhaltung der Militärischen Sicherheit in der Bundeswehr durch Abwehr von Angriffen sicherheitsgefährdender Kräfte zu leisten. Von Beginn an stand das BMVg im Fokus Fremder Nachrichtendienste. Als Reaktion hierauf wurde am 1. August 1961 die MAD-Stelle Bonn aufgestellt. Aus ihr entwickelte sich die MAD Sondergruppe (später MAD-Gruppe S). Ihr vorrangiger Auftrag bestand in der Abschirmung des Verteidigungsministeriums. Im September 1984 kam es auf Grund des sog. "Höcherl-Berichts" zu einer weitgehenden Umstrukturierung des Dienstes. Der MAD wurde fachlich unmittelbar dem auch für Angelegenheiten der Militärischen Sicherheit zuständigen Staatssekretär des Bundesministeriums der Verteidigung unterstellt, der die Fach- und Rechtsaufsicht über den Dienst ausübt. “Truppendienstlich“ war der MAD dem Inspekteur der Streitkräftebasis unterstellt. Parallel wurden in der Bundeswehr zunächst zwei, später drei Geheimschutzbeauftragte eingerichtet, die über die Empfehlungen des MAD im Rahmen von Sicherheitsüberprüfungen zu entscheiden haben. Mit der Umstrukturierung des Dienstes 1984 erfolgte zeitgleich eine Namensänderung des Amtes: Aus dem ASBw wurde das "Amt für den Militärischen Abschirmdienst“. Der MAD wurde am 01. August 2017 als zivile Bundesoberbehörde direkt dem Bundesministerium unterstellt. Damit einher geht die Errichtung des „Bundesamtes für den Militärischen Abschirmdienst“ (BAMAD).

Gesetz über den Militärischen Abschirmdienst

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 1983 zum "Volkszählungsgesetz" gab den entscheidenden Anstoß zur Neufassung des Bundesverfassungsschutzgesetzes und zur Entwicklung des Gesetzes über den Militärischen Abschirmdienst (MADG) vom 20. Dezember 1990. Mit dem MAD-Gesetz wurden die Aufgaben und Befugnisse des MAD auf eine mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz (fast) einheitliche gesetzliche Grundlage gestellt. Mit dem Inkrafttreten des ersten Gesetzes zur Änderung des MADG am 12. März 2004 ist der MAD auf besondere Anordnung des Bundesministers der Verteidigung auch für die Abschirmung der deutschen Kontingente während besonderer Auslandsverwendungen der Bundeswehr oder bei humanitären Maßnahmen zuständig.

Transformation der Bundeswehr und Umstrukturierung des MAD

Eine wichtige Neuorganisation des MAD erfolgte nach dem Ende des „Kalten Krieges“ im Zuge der Reduzierung des Streitkräfteumfangs nach der Wiedervereinigung. Die bis 1994 bestehende dreistufige Führungsstruktur (MAD-Amt, Gruppen, Stellen) wurde zu Gunsten einer zweistufigen Struktur verändert. Die Ebene der Gruppen wurde gestrichen, Zuständigkeiten wurden in das MAD-Amt verlagert und die Zahl der MAD-Stellen von 28 auf zunächst 14 reduziert; die Aufgaben im MAD-Amt wurden von sechs Abteilungen wahrgenommen. Im Rahmen des Transformationsprozesses der Bundeswehr erfolgte zum 1. Januar 2008 im MAD-Amt eine Reduzierung auf fünf Abteilungen und eine weitere Verringerung der Zahl der MAD-Stellen auf nunmehr 12. Die Neuausrichtung der Bundeswehr mit der konsequenten Ausrichtung auf den Einsatz, der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011, weiteren Personalreduzierungen und neuem Stationierungskonzept macht auch für den MAD entsprechende Anpassungen notwendig. Dabei sind zunächst im Rahmen einer Projektgliederung im MAD-Amt im April 2012 eine eigenständige Abteilung "Einsatzabschirmung" aufgestellt und die gesetzlichen Kernaufgaben für das Inland in einer gemeinsamen Abteilung "Extremismus-/Terrorismus- /Spionage- und Sabotageabwehr" konzentriert worden. Die Zahl der MAD-Stellen wurde zunächst auf sieben reduziert. Im Zuge der Optimierung der Flächenpräsenz des MAD wurde im April 2017 eine neue MAD-Stelle am Hauptstandort der Marine in Wilhelmshaven aufgestellt.


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Stand vom: 20.06.18


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